Glossar

Nicht-medizinische Leistungsangebote (Serviceangebote)

In diesem Abschnitt geht es um Räumlichkeiten, Verpflegung, Ausstattung der Patientenzimmer und persönliche Betreuung, also eher um die sogenannten "Hotelleistungen". Ein Krankenhausstandort kann angeben, ob es z. B. über Mutter-Kind-Zimmer verfügt und wie hoch die Kosten für die Nutzung von Fernseh- und Internetanschlüssen sind.

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Nierentransplantation

Die häufigsten Ursachen für ein chronisches Nierenversagen sind Diabeteserkrankungen, Bluthochdruck, entzündliche Erkrankungen der Nierenkörperchen (sogenannte Glomerulonephritis) und angeborene Erkrankungen wie z. B. erbliche Zystennieren. Bei einem endgültigen Nierenversagen, der sogenannten terminalen Niereninsuffizienz, können nur die regelmäßige Dialyse oder eine Transplantation das Leben der Patientinnen bzw. des Patienten erhalten. Die Nierentransplantation ist ein etabliertes Verfahren und die bestmögliche Behandlung von Patientinnen und Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz.

Der hier dargestellte Leistungsbereich Nierentransplantation bezieht sich ausschließlich auf die Organempfängerinnen und Organempfänger – im Gegensatz zum Leistungsbereich Nierenlebendspende, der den Organspenderinnen und Organspender selbst gilt.

Die Qualitätsindikatoren im Leistungsbereich der Nierentransplantationen beziehen sich auf die Sterblichkeit im Krankenhaus, auf intra- und postoperative Komplikationen, auf die Funktionalität des transplantierten Organs sowie auf die Überlebensraten von Patientinnen und Patienten in der langfristigen Nachbeobachtung.

In der Ergebnisdarstellung für die Überlebensraten im Follow-up (Längsschnittbetrachtung) ist zu berücksichtigen, dass zusätzlich zu den Indikatoren, die die 1-, 2- oder 3-Jahres-Überlebensraten bei bekanntem Überlebensstatus abbilden, das Indikatorergebnis als Worst-Case-Analyse ausgewiesen wird. Dabei werden alle Patientinnen und Patienten, zu denen keine Informationen zum Überlebensstatus vorliegen, als verstorben betrachtet. Die Worst-Case-Indikatoren messen demnach tatsächliche und aufgrund mangelhafter Dokumentation nicht auszuschließende Todesfälle. Somit treffen sie sowohl eine Aussage über die Nachsorge als auch über die Dokumentationsqualität der Einrichtungen.

Quelle: IQTIG - Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen
Gekürzt übernommen: https://iqtig.org/downloads/auswertung/2018/ntx/QSKH_NTX_2018_BUAW_V02_2019-07-23.pdf
Stand: Juli 2019

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Nosokomiale Infektion

Infektionen, die aufgrund eines Krankenhausaufenthaltes oder dem Aufenthalt in einer Pflegeeinrichtung auftreten, nennt man auch nosokomiale Infektionen.

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Notfallversorgung

Neben der allgemeinen Pflicht aller Krankenhäuser zur Hilfeleistung im Notfall, hat der G-BA ein gestuftes System der Notfallversorgung festgelegt. Das System sieht die drei Stufen der Basisnotfallversorgung, der erweiterten Notfallversorgung und der umfassenden Notfallversorgung vor. Die Stufen sind an Anforderungen an Art und Anzahl der Fachabteilungen, Anzahl und Qualifikation des vorzuhaltenden Fachpersonals, Kapazität zur Versorgung von Intensivpatienten, medizinisch-technische Ausstattung und Strukturen und Prozesse der Notfallaufnahme gebunden. Außerdem können Krankenhäuser an der speziellen Notfallversorgung teilnehmen, wenn sie entsprechende Module erfüllen. Für die Module Schwerverletztenversorgung, Notfallversorgung von Kindern, Schlaganfallversorgung und Durchblutungsstörungen am Herzen müssen Krankenhäuser besondere Anforderungen erfüllen. Das Modul Spezialversorgung kann Krankenhäusern beispielsweise aus krankenhausplanerischen Gründen zugewiesen werden, es müssen keine besonderen Voraussetzungen erfüllt werden. Krankenhäuser, die die festgelegten Anforderungen an eine der drei Notfallstufen erfüllen, werden durch Vergütungszuschläge finanziell unterstützt. Erfüllt ein Krankenhaus die Anforderungen nicht, erhält es keine Zuschläge. Nimmt ein Krankenhaus nicht am gestuften System der Notfallversorgung teil und erfüllt es kein Modul der speziellen Notfallversorgung, sieht der Gesetzgeber Abschläge vor.

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