Glossar

Aktion Saubere Hände

Mit der Initiative "Aktion Saubere Hände" soll die Einhaltung der Händedesinfektionsvorgaben in deutschen Gesundheitseinrichtungen verbessert werden. Krankenhäuser erhalten dazu unter anderem Informationsmaterialien, die aufklären, in welchen Situationen eine Händedesinfektion angebracht ist. Zudem wird das Händedesinfektionsverhalten der Mitarbeiter analysiert. Die bundesweite Kampagne läuft seit dem Jahr 2008.

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Ambulante Operationen (gemäß § 115 b SGB V)

Unter ambulanten Operationen versteht man bestimmte medizinische Eingriffe, die in einer Facharztpraxis oder einem Krankenhaus erbracht werden können. Der Patient kann noch am Operationstag wieder nach Hause entlassen werden.

Durch ambulante Operationen werden unnötige Krankenhausaufenthalte vermieden. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband (GKV-SV) haben gemeinsam einen Katalog erarbeitet, in dem die Operationen aufgeführt sind, die ambulant durchgeführt werden können. Zudem regeln die Vertragspartner im sogenannten "AOP-Vertrag" die einheitlichen Rahmenbedingungen zur Durchführung der ambulanten Operationen und stationsersetzenden Eingriffe.

Ambulante Operationen erfolgen in der Regel auf Überweisung eines niedergelassenen Arztes. Um Wiederholungsuntersuchungen zu vermeiden, werden dem Operateur vom überweisenden Arzt alle notwendigen Unterlagen zur Verfügung gestellt. Das Recht des Patienten auf freie Arztwahl gilt auch für ambulante Operationen.

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Anzahl je Fall

Um das direkte Betreuungsverhältnis zu veranschaulichen, wird bei der personellen Ausstattung vom Krankenhaus die Anzahl je Fall angegeben. Diese hat eine höhere Aussagekraft als lediglich die Anzahl der Vollkräfte, denn damit wird die Versorgungssituation mit Bezug auf die Fallzahl genauer verdeutlicht.

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Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS)

AMTS ist die Gesamtheit der Maßnahmen zur Gewährleistung eines optimalen Medikationsprozesses mit dem Ziel, Medikationsfehler und damit vermeidbare Risiken für Patientinnen und Patienten bei der Arzneimitteltherapie zu verringern. Eine Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung dieser Maßnahmen ist, dass AMTS als integraler Bestandteil der täglichen Routine in einem interdisziplinären und multiprofessionellen Ansatz gelebt wird.

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Außerhalb des Krankenhauses erworbene Lungenentzündung

Bei einer Lungenentzündung (Pneumonie) kann sowohl nach der Art des Krankheitserregers unterschieden werden, als auch danach, ob sie die Patientin oder der Patient außerhalb des Krankenhauses (ambulant) oder aber während eines Krankenhausaufenthalts (nosokomial) erworben hat. Die ambulant erworbene Pneumonie ist die häufigste durch eine Infektion bedingte Todesursache in Deutschland. Eine erhöhte Sterblichkeit kann durch eine unzureichende Behandlung der Pneumonie bedingt sein.

Um die Versorgungsqualität zu messen und ggf. Schritte zu ihrer Verbesserung einzuleiten, gehört die Pneumonie seit dem Jahr 2005 zu den dokumentationspflichtigen Leistungen der externen stationären Qualitätssicherung. In Deutschland werden jährlich mehr als eine Viertelmillion Fälle von Patientinnen und Patienten mit einer ambulant erworbenen Pneumonie (Community Acquired Pneumonia, CAP) stationär behandelt. Bei knapp 13 Prozent dieser stationären Fälle, versterben die behandelten Patientinnen und Patienten während des Krankenhausaufenthalts.

Die Qualitätsindikatoren des QS-Verfahrens Ambulant erworbene Pneumonie beziehen sich auf die rechtzeitige und kontinuierliche Durchführung von notwendigen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen sowie auf die Sterblichkeit im Krankenhaus.

Quelle: IQTIG - Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen
Gekürzt übernommen: https://iqtig.org/downloads/auswertung/2018/pneu/QSKH_PNEU_2018_BUAW_V02_2019-07-23.pdf
Stand: Juli 2019

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